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Neujahrsempfang 2016

20.01.2016

Der 15. Neujahrsempfang in Hallenberg stand ganz unter dem Zeichen des Ehrenamtes. Hans-Josef Berkenkopf und Heribert Knecht wurden für ihr besonderes Engagement mit der Verdienstmedaille der Stadt Hallenberg ausgezeichnet.

„Es ist allerhand hier zu sein. So ein schönes Land – ganz allgemein“ mit Zeilen aus dem Lied „Unser Land“ von Herbert Grönemeyer eröffnete Bürgermeister Michael Kronauge den insgesamt 15. Neujahrsempfang der Stadt Hallenberg.

„Ich weiß nicht, ob Herbert Grönemeyer, als er diesen Text geschrieben hat, auch ein bisschen an Hallenberg gedacht hat, denn in jungen Jahren war er öfters hier. Sein Vater hatte bis zu seinem Tod vor zehn Jahren viele Jahre in Hallenberg ein Jagdrevier." Und weiter: "Es ist in der Tat allerhand hier zu sein, so ein schönes Land, so eine schöne Stadt. Ja, ich glaube, wir können sehr froh und dankbar sein, hier leben zu dürfen in Frieden, Freiheit und weitestgehend sozialer Sicherheit!"

Unter den über 300 Gästen begrüßte er den Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff, den Kreisdirektor des Hochsauerlandkreises Dr. Klaus Drathen, die Bürgermeister Werner Eickler (Winterberg), Thomas Grosche (Medebach), Matthias Stappert (Vöhl), den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg Dietmar Beuter, den ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten des Kreises Waldeck-Frankenberg Hubert Thorwirth.

Von der Sparkasse Hochsauerland war Vorstand Konrad Lenze und der Volksbank Bigge-Lenne Vorstand Andreas Ermecke vertreten. Bei beiden Banken bedankte sich Michael Kronauge für ihre Unterstützung bei der Durchführung des Neujahrsempfanges.

Aus Frankenberg waren der Kommandeur des EloKa Btl. 932 aus der Burgwaldkaserne, Oberstleutnant Meik Kotthoff, und eine Abordnung der Hallenberger Patenschaftskompanie unter der Leitung des neuen Kompaniechefs Jens Söder zu Gast.

Der besonderer Gruß galt den Vertretern der über 80 Vereine und Verbände der Stadt “Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit, ihr Engagement und ihr Herzblut, von dem letztlich ganz Hallenberg profitiert“

Für die musikalische Unterhaltung sorgten „Messana und Menke“ und die“Senza una donna Band“  mit ihrem Joe Cocker Programm

Wie immer folgte ein ausführlicher Rückblick auf das Jahresgeschehen mit vielen Bildern und Filmausschnitten sowie ein Ausblick auf das neue Jahr.

 

Windkraft

„Wie kriege ich die Haselmäuse nach Hallenberg“ fragte sich der Bürgermeister, denn das unter Artenschutz stehende Tier wurde in Wunderthausen gefunden und hat den Plan für die Repowering der bestehenden Windkraftanlagen zum Erliegen gebracht. Michael Kronauge machte nochmals die Besorgnis deutlich gegen die Pläne der Gemeinde Bromskirchen die entlang des Grenzweges einen Windparkt mit bis zu 12 Anlagen mit einer Höhe von 220 Meter bauen will.  Die Stadt Hallenberg steht kritisch zu den Windkraftplänen der hessischen Nachbarn und befürchtet weiterhin gravierende Veränderungen in das Landschaftsbild.

 

Flüchtlinge

Hallenberg hat aktuell 97 Flüchtlinge aus 22 Ländern, die in 25 Wohnungen untergebracht sind. Der Bürgermeister: „Bund, Land und EU hangeln sich von einem Flüchtlingsgipfel zum nächsten. Die Ergebnisse werden verkündet, nichts passiert. Zumindest kommt derzeit noch nichts bei uns in den Kommunen an.“

Er und seine Kollegen hätten dem Innenminister vertraut, wonach das Land ab 2016 10.000 € für jeden Flüchtling überweist. „Jetzt heißt es: die Pauschalen sollen zunächst nach einer Prognose von Oktober 2015 gezahlt werden und dann 2017 nach den Flüchtlingszahlen zum Stichtag 1. Januar 2016.“  Das würde für jede NRW-Kommune bedeuten, daß Hallenberg und jede Kommune in NRW für jeden Flüchtling der im Jahr 2016 kommt, keine Cent erhält.

Kronauge: „Ich fordere eine ehrliche Pauschale, die sich nach der tatsächlichen Zahl der Flüchtlinge errechnet , und zwar alle die wir aufnehmen müssen – egal ob anerkannt, geduldet oder abgelehnt – so lange sie bei uns leben müssen uns die Kosten erstattet werden. Was jetzt vorgelegt wurde ist eine Mogelpackung.“

 

Sport

Groß sei die Freude über die Ausrichtung der Rodelweltmeisterschaft 2019 auf der Winterberger Bob- und Rodelbahn, so der Bürgermeister. Was aber oft untergehe: „Ausrichter ist der BRC Hallenberg, der 60 Jahre alt wird.“ Außerdem erinnerte Kronauge daran, dass bei der Wahl zum HSK-Sportler des Jahres mit Justin Moczarski und Christian Paffe gleich zwei Hallenberger auf dem Podest standen.

 

Kunst

Hallenberg hat ein reges Kulturleben. Herausragend: die Freilichtbühne, die in diesem Jahr 70 wird. Im Kump werden ab 3. Juli Bilder von Otto Waalkes gezeigt. Zuvor im April kommt eine Ausstellung nach Hallenberg, die bereits im Haus der Geschichte in Bonn und im Holocaust Center Oslo zu sehen war. Es geht um Leben und Werk der umstrittenen Filmregisseurin Leni Riefenstahl.

 

Internet

Der Ausbau sogenannter Hotspots für einen kostenlosen Internetzugang soll forciert werden. Rathaus und Kump wurden entsprechend aufgerüstet. Die Kirche macht auch mit. In diesem Jahr soll Hesborn  und 2017 Braunshausen schnelles Internet bekommen. Die Kosten betragen rund 450 000 Euro pro Ort0; der Bund fördert das Projekt durch die Beitbandinitiative. Der Stadtanteil wird bei je 100 000 Euro liegen.

Der Abend endete mit einem Film über den „Babyboom“ in Hesborn. Der Bürgermeister “Es war nicht das Brunnenwasser und auch kein Stromausfall. Nach alter Väter Sitte haben die Hesborner Männer für diesen Babyboom gesorgt. Wenn sich jetzt die Männer aus Liesen, Braunshausen und Hallenberg daran ein Beispiel nehmen, dann wird mir um die Zukunft unserer Stadt nicht bange“.

 

Verleihung der Verdienstmedaille der Stadt Hallenberg

„Die Ehrenamtlichen sind die weißen Schafe unter den Schwarzarbeitern“ so der Bürgeremeister.  „Ich freue mich, daß wir in Hallenberg so viele Schwarzarbeiter mit weißer Weste haben“.

Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe keine ehrenamtlich tätigen Menschen mehr.

Wie sähe unsere Gesellschaft, wie sähe das Leben in Hallenberg aus ohne die 80 Vereinen und Verbände, die allein vom Ehrenamt getragen werden?

Würde die sportliche Betätigung nur noch gegen Bezahlung in Fitnessclubs  stattfinden wenn es keine Sportvereine, keinen Rodelclub, keinen Tennisverein oder keinen DLRG gäbe?

Wie sähe das Kulturleben in Hallenberg aus, wenn sich niemand mehr bei der Freilichtbühne, bei den Musikkapellen oder im Kump engagieren würde?

Was würde aus den Kirchen, wenn es keine Gläubigen gäbe, die für Gottes Lohn pastoral, liturgisch oder sozial tätig sind?

Was würde aus unserem Sozialstaat, wenn es keine freien Wohlfahrtsverbände und keine Selbsthilfegruppen gäbe?

Wo bliebe die Demokratie, wenn die Parteien und Stadträte keine aktiven Mitglieder mehr hätten, sondern nur noch bezahlte Funktionäre?

Wie würde die Stadt als Träger des Feuerschutzes ohne die ehrenamtlichen Feuerwehrleute den Brandschutz sicherstellen?

In Deutschland gibt es rund 20 Millionen Menschen die ehrenamtlich tätig sind. Rund 3 Milliarden Arbeitsstunden, hat jemand mal ausgerechnet, kommen da im Jahr zusammen. Das macht zwischen 30 - 40 Milliarden Euro, die von irgendwem irgendwie bezahlt werden müssten. Wenn es sie nicht gäbe, die Ehrenamtlichen.

„Ich danke Ihnen allen für Ihren ganz persönlichen Beitrag für unsere Stadt Hallenberg. Mit Ihrem Wirken, mit Ihren Projekten, Aktionen, auch mit Ihrem Lob und ihrer Kritik an der politischen Arbeit, treiben Sie Hallenberg voran. Nur so sind wir gemeinsam Stadt!“

Im Jahr 2000 hat der Stadtrat Hallenberg beschlossen, eine Ehrenauszeichnung für verdiente Bürger der Stadt einzuführen. Diese Verdienstmedaille soll an Personen verliehen werden, die sich auf wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, sportlichen oder auf anderen Gebieten für die Stadt Hallenberg verdient gemacht haben.

Bisher wurde die Verdienstmedaille 22 Mal verliehen. Heute kommen 2 Mitbürger dazu, die in Hallenberg auf vielen Gebieten ihre Spuren hinterlassen haben.  Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 11. Dezember 2015 einstimmig beschlossen ihr hohes ehrenamtliches Engagement mit der Verdienstmedaille zu honorieren.

 

Laudatio auf Hans Josef Berkenkopf

Hans Josef Berkenkopf wuchs in Liesen auf, dort wo sein Vater ein Elektrogeschäft hatte und gleichzeitig viele Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister war.

Durch das Amt seines Vaters machte er sehr früh die Erfahrung, daß eine selbständige Tätigkeit neben einem politischen Amt oft problematisch sein kann. Das hat ihm von Anfang an dazu bewogen nicht in die Politik zu gehen, sondern andere ehrenamtliche Funktionen zu übernehmen.

Er war er Mitglied in vielen Lieser Vereinen und übernahm auch Vorstandposten.

Nachdem er als Leutnant der Reserve von der Bundeswehr zurückkam wurde er 1975 Vorsitzender der neugegründeten Reservistenkameradschaft Liesen. Er organisierte viele Märsche und Wettbewerbe, aus denen sich schließlich der Internationale Hochsauerlandmarsch entwickelt hat, der heute der größte seiner Art in Deutschland geworden ist.

Auch nachdem er den Vorsitz aus beruflichen Gründen abgegeben hatte, hat er noch viele Jahre an der Organisation des Hochsauerlandmarsches mitgewirkt, die Pressekonferenz geleitet und die Presse und die Gäste über die Stationen geführt.

Nach der Heirat 1978 zog er mit seiner Frau nach Hallenberg. Dort hatte die Firma Berkenkopf seit kurzem einen Elektroladen.

1980 übernahm er die Firma von seinem Vater. Er trat in den Gewerbeverein ein und wurde sehr schnell in den Vorstand gewählt. Seit 1999 ist er 1. Vorsitzender des Gewerbevereins. Dieses Amt übt er heute noch aus.

Seit 1997 ist er ununterbrochen Mitglied im Kirchenvorstand Hallenberg.

Auch in den berufsständischen Organisation ist Hans Josef seit vielen Jahren aktiv.

Seit 1988 ist er ununterbrochen im Vorstand der Elektrotechnik-Innung Brilon. 1995 wurde er zum stellvertretenden Obermeister gewählt und seit 2004 leitet er als Obermeister die Innung für Elektrotechnik. .

Seit 2003 war er stellv. Kreishandwerksmeister und 2015 wurde er zum Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Hochsauerland gewählt

Außerdem ist er seit  2002 ununterbrochen als ehrenamtliche Richter am Arbeitsgericht Arnsberg tätig.

Hans-Josef Berkenkopf hat sich durch sein vielfältiges ehrenamtliches Wirken auf örtlicher und überörtlicher Ebene in besonderer Weise um die Stadt Hallenberg verdient gemacht.

Die Stadt Hallenberg verleiht ihm die Verdienstmedaille der Stadt Hallenberg. Herzlichen Glückwunsch.

 

Laudatio auf Heribert Knecht

Er war König Drosselbart und Dr. Eisenbart, Don Camillo und Kardinal Richellieur,   2 mal Prof Schnauz in der Feuerzangenbowle und in 5 Passionen hat er Apostel, König Salomon, Josef von Arimatae und 2 mal Jesus gespielt.

In unzähligen Rollen hat er seit 1963 ununterbrochen in 53 Spielzeiten auf unserer Freilichtbühne gestanden.

1969 übernahm er die Leitung der Jugendgruppe der Freilichtbühne.  Ab 1971 dann, etwas blauäugig, aber voller Tatendrang, die Öffentlichkeitsarbeit und Werbung der Bühne.  40 Jahre hat er diesen Posten ausgeführt. In diesen Jahren hat sich die Freilichtbühne stets kontinuierlich, zielstrebig und positiv entwickelt und er war ein Teil dieser Erfolgsgeschichte.

Die Freilichtbühne Hallenberg zählte schon Ende der neunziger Jahre zu den ersten Bühnen mit einer eigenen Internetpräsenz und zu den ersten die EDV für das Reservierungsverfahren und den Kartenverkauf eingeführt haben.

Durch die Tätigkeit als PR-Mann der Bühne ergaben sich schon früh die Kontakte zum Verband Deutscher Freilichtbühnen (VDF) und zu den Kollegen der anderen Mitgliedsbühnen.

Beim Verband Deutscher Freilichtbühnen hat Heribert Knecht ab 2005 verantwortliche Aufgaben übernommen. Zunächst wurde er zum 2.Vorsitzenden und 2012 zum 1.Vorsitzenden des VDF -Region Nord gewählt.

In dieser Eigenschaft ist er im 3-jährigen Wechsel mit dem Süd-Vorsitzenden der Präsident  bzw. Vizepräsident des VDF-Bundesverbandes, dem inzwischen insgesamt 90 Amateur-Freilichtbühnen angehören.

Seit 2010 ist er Mitglied im Präsidium des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT), dem mit über 2.400 Mitgliedsbühnen zählenden, größten europäischen Amateur-theaterfachverband.

Die alljährliche Mithilfe bei Baumaßnahmen, beim Bühnen- und Requisitenbau war und ist für ihn  selbstverständlich. In den 70er Jahren war er einige Male als Regieassistent tätig und selbst in der Technik hat er in den Anfangsjahren des öfteren für das Kinderstück die Musikeinspielungen gefahren.

Damit nicht genug ist Heribert Knecht seit Anfang der neunziger Jahre bis heute Mitglied im Pfarrgemeinderat der Kath. Kirchengemeinde St. Heribert.

Außerdem war er Delegierter und dann bis 2013 über 20 Jahre 1. Vorsitzender des Dekanatspastoralrates.

Dass er seit über 30 Jahren die Weihnachtskrippe in unsere Pfarrkrippe mit aufbaut und seit vielen Jahren auch als Lektor im Einsatz ist seit nur am Rande erwähnt.

Auch an der  an der Gründung des Vereins „Freunde und Förderer der Hauptschule Hallenberg“ war er 1997 maßgeblich beteiligt und bis 2005 entweder 1. oder 2.Vorsitzender.

Heribert Knecht hat sich aufgrund seiner vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten auf örtlicher und überörtlicher Ebene in besonderer Weise um die Stadt Hallenberg verdient gemacht.

Die Stadt Hallenberg verleiht ihm die Ehrenmedaille der Stadt Hallenberg.

Herzlichen Glückwunsch.


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