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Zum Tode von Forstamtsrat a.D. Heinrich Groß

06.07.2012 - 11:04 /

Die Stadt Hallenberg trauert um ihren langjährigen Mitarbeiter, Herrn Forstamtsrat a. D. Heinrich Groß, der nach langer schwerer Krankheit am 1. Juli 2012 im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Über 30 Jahre war Heinrich Groß in verantwortungsvoller Funktion für die Stadt Hallenberg beschäftigt.

Forstamtsrat a.D. Heinrich GroßNach seiner Forstlehre in Hilchenbach, die durch den Kriegsdienst und die amerikanische Kriegsgefangenschaft unterbrochen wurde, machte Heinrich Groß im Dezember 1945 erstmals Bekanntschaft mit dem Stadtwald Hallenberg, denn damals wurde er zum Kennenlernen des Gemeindeforstdienstes für gut ein Jahr dem Hallenberger Revierförster Josef Quick zugeteilt.

Nach dem anschließenden Besuch der staatlichen Forstschule in Westhof in Niedersachsen hat Heinrich Groß 1950 die Hilfsförsterprüfung abgelegt. Er wurde zum Revierförsteranwärter ernannt und leistete seinen Vorbereitungsdienst u.a. in den Forstämtern von Glindfeld und Winterberg ab. 1952 bestand er an der Landesforstschule in Allagen die Revierförsterprüfung. Bis zu seiner Bewerbung in Hallenberg betreute er die Waldungen des Forstschutzverbandes Kirchhundem.

1956 suchte die Stadt Hallenberg über eine Anzeige in der Zeitschrift „Der deutsche Forstmann“, einen neuen Revierförster. Heinrich Groß hat sich beworben und hat sich mit einem weiteren Bewerber dem Stadtrat vorgestellt. In der Sitzung am 10.04.1956 wurde er in geheimer Abstimmung zum Revierförster der Stadt Hallenberg gewählt. Über 30 Jahre hat er dieses Amt ausgeführt.

In den verschiedenen dienstlichen Beurteilungen liest man immer wieder Begriffe, wie „gewissenhaft, ehrlich und offen, sehr geschickter Verhandler, zurückhaltend, doch sehr kontaktfreudig, aufgeschlossen, sympathisch, urwüchsig, Verantwortung und Pflichtgefühl sind vorbildlich, unbedingt zuverlässig, an Fleiß nicht zu überbieten, großes Organisationstalent, kollegial, Tatmensch“. Diesen Charaktereigenschaften ist nichts hinzuzufügen und so haben alle, die mit Heinrich Groß gearbeitet haben, ihn kennen- und schätzen gelernt.

Zum 31.12.1987 wurde Heinrich Groß in den Ruhestand versetzt. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn dazu, das Amt aufzugeben. Ein Amt, das für ihn nie Belastung, sondern immer Berufung war.

Vier Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wurde Heinrich Groß 1991 eine besondere Ehre zuteil. Wegen seiner besonderen Verdienste um den Stadtwald, hat der Rat der Stadt Hallenberg beschlossen, die Arbeit von Heinrich Groß mit der Benennung eines Waldweges zu würdigen. Der Weg „an der Sundhelle, der am Heidekopf beginnt und am Sperrweg endet, erhielt den Namen „Heinrich-Groß-Weg“. Dieser Weg gehört zum Revier „Ziegenhelle“, das Herr Groß über 30 Jahre betreut hat.

Als das Wegeschild „Heinrich-Groß-Weg“ aufgestellt wurde, würdigte der damalige Bürgermeister Ulrich Gierse die Verdienste von Heinrich Groß in eindrucksvoller Weise mit den Worten: „Forstamtsrat Groß zeichnete eine besondere Liebe zur Natur, eine uneingeschränkte Einsatzfreudigkeit und Selbstständigkeit, sowie eine überdurchschnittliche fachliche Begabung aus. Herr Groß stellte sich uneigennützig in den Dienst zum Wohle des Stadtwaldes und der gesamten Bürgerschaft. Auch als Ausbilder für junge Forstbeamte hat sich Heinrich Groß bleibende Verdienste erworben.“ Dieser Beurteilung ist nichts hinzuzufügen.

Dr. Hermann Lohbeck, lange Jahre Leiter des Forstamtes Glindfeld sagte damals, er habe viele Jahre mit Heinrich Groß arbeiten dürfen und das Fachwissen dieses Forstmannes habe ihn in all den Jahren beeindruckt. Die Antwort von Heinrich Groß damals: „Ich habe doch nur meine Pflicht getan.“

Auch in verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten war Heinrich Groß maßgeblich engagiert. Er war viele Jahre Vorsitzender des Tennisclubs Hallenberg. Der Tennisplatzes und das Gebäude wurde maßgeblich auf seine Initiative gebaut. Auch beim Bau des Heidekopfturms war er Mitinitiator und den Rotwildring hat er viele Jahre geleitet.

Leider ließ die Gesundheit es nicht zu, dass er den Ruhestand so genießen konnte, wie er es verdient gehabt hätte. Endlich Zeit um seinen Hobbys nachzugehen, die Natur, den Wald und die Jagd in Ruhe genießen zu können, das hatte er sich gewünscht. Leider kam es anders. Nach einer langen Leidenszeit ist Heinrich Groß am 01.07. 2012 verstorben. Zum Schluss war es eine Erlösung.

„Der Förster Groß“, dass war in Hallenberg eine Institution. Die Stadt Hallenberg dankt Heinrich Groß für sein großes Engagement und für seine Arbeit zum Wohle des Forstes und der ganzen Stadt Hallenberg. Heinrich Groß hat sich um den Forst und um die Stadt Hallenberg verdient gemacht“

Seine letzte Ruhe findet Heinrich Groß umgeben von seiner geliebten Natur im Ruhewald Hallenberg.

Michael Kronauge


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