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Windenergie gemeinsam gestalten: Bürgerinformationsveranstaltung zur Windenergieplanung

Großes Interesse an der Bürgerinformationsveranstaltung zum „Windenergiebereich 007“ an der Stadtgrenze zu Winterberg – aktueller Planungsstand, Visualisierungen und Ausblick vorgestellt

Am 21. September 2026 hat die Stadt Hallenberg im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Schützenhalle Hesborn über den aktuellen Stand der Planungen zur Windenergienutzung im „Windenergiebereich 07.12.WEB.007“ an der Stadtgrenze zu Winterberg informiert. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über das Vorhaben zu informieren und ihre Fragen direkt an die Verantwortlichen zu richten.

Interkommunale Zusammenarbeit als Grundlage

Der Rat der Stadt Hallenberg hatte im Juli 2026 einstimmig die Vertragsunterzeichnung mit dem Projektierer Stadtwerke Winterberg Energie GmbH & Co. KG (SWE) hinsichtlich der Entwicklung der geplanten Windenergieanlagen auf den städtischen Flächen in Hallenberg, beschlossen.

Während auf Winterberger Stadtgebiet bereits seit dem vergangenen Jahr erste Projektentwicklungen laufen und Anträge auf Vorbescheide bewilligt wurden, schließt die Stadt Hallenberg nun nahtlos an diese Entwicklung an. Dadurch kann der Windenergiebereich gemeinsam als interkommunaler Windpark Hallenberg/Winterberg entwickelt werden. Die gemeinsame Betrachtung ermöglicht unter anderem ein optimiertes Parklayout sowie Synergien bei Erschließung, Zuwegung und Netzanbindung.

Die bei der Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellte Planung sieht im optimierten Layout insgesamt sechs Windenergieanlagen im interkommunalen Windenergiebereich vor. Drei dieser Anlagen sind auf dem Stadtgebiet Hallenberg vorgesehen. 

 

Aktueller Planungsstand vorgestellt

Auf dem Podium informierten Bürgermeister Enrico Eppner, Dr. Norbert Menke und Tanja Kreutz vom Kompetenzteam Wind der SWE sowie Ralph Venohr von J+P Consulting über das Vorhaben. Moderiert wurde die Veranstaltung von Nicola Collas.

Die vorgestellten Karten und Planungen zeigen das inzwischen optimierte Parklayout für den interkommunalen Windpark. Dabei wurde auch erläutert, wie die einzelnen Anlagen in das bestehende Gelände eingeordnet werden sollen.

Für die Bürgerinnen und Bürger besonders interessant waren die Visualisierungen der geplanten Anlagen. Anhand maßstabsgerechter und teilweise fotorealistischer Darstellungen wurde gezeigt, wie die Windenergieanlagen aus verschiedenen Blickrichtungen wahrgenommen werden könnten – unter anderem vom Peter-Wilhelm-Borbet-Platz in der Dorfmitte und vom Feldbergweg sowie vom Sauerland Stabil Stuhl aus. 

 

Bürgerbeteiligung und finanzielle Effekte

Auch die Frage, wie die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt Hallenberg von der Windenergienutzung profitieren können, war Bestandteil der Präsentation. Vorgestellt wurden unter anderem Möglichkeiten der finanziellen Beteiligung der Bevölkerung sowie die vorgesehenen Einnahmen der Stadt Hallenberg aus der Nutzung der Flächen, sodass die Wertschöpfung aus der Windenergienutzung nicht allein am Standort entstehen, sondern auch vor Ort in Hallenberg Wirkung entfalten kann.

 

Wie geht es weiter?

Nach der bisherigen Planung soll im Jahr 2027 die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für alle sechs Windenergieanlagen angestrebt werden. Parallel sind die Ausführungsplanung, die Erschließung und die Vorbereitung des Netzzugangs vorgesehen. Ebenfalls für 2027 ist die Teilnahme an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur geplant.

Mit den eigentlichen Bauarbeiten soll nach derzeitiger Planung Anfang 2028 begonnen werden. Vorgesehen sind zunächst unter anderem die Errichtung des Umspannwerks und der erforderlichen Netzinfrastruktur. Die Errichtung der Windenergieanlagen soll ab Ende 2028/Anfang 2029 erfolgen. Die vollständige Inbetriebnahme und Netzeinspeisung sind für 2030 vorgesehen.

 

Fragen und Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern 

Im Anschluss an die Präsentationen bestand ausreichend Gelegenheit für Fragen und Anmerkungen. Die Referentinnen und Referenten standen den Bürgerinnen und Bürgern für zahlreiche Rückfragen zur Verfügung und erläuterten die einzelnen Aspekte der Planung.

Die Stadt Hallenberg möchte die Öffentlichkeit auch im weiteren Verlauf des Projekts über die nächsten Planungsschritte informieren. Denn mit dem interkommunalen Windpark Hallenberg/Winterberg wird ein Vorhaben verfolgt, das über die Grenzen der beiden Kommunen hinausgeht und eine enge Zusammenarbeit bei Planung, Erschließung und Betrieb der Windenergieanlagen voraussetzt.

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