Wegenetzkonzept für die Stadt Hallenberg

Mit Förderung des Landes NRW wurde im Jahr 2016 unter Einbindung der örtlichen Akteure ein ländliches Wegenetzkonzept erstellt, um die tatsächliche Quantität und Qualität der vorhandenen Wege zu erfassen und die jeweiligen Nutzungsintensitäten und Nutzungsarten darzustellen. Auf dieser Grundlage soll ein zukunftsfähiges und bedarfsgerechtes Wegenetz geplant und an der verkehrlichen Bedeutung ausgerichtet werden, welches auch Natur- und Landschaftselemente berücksichtigt.

Erstellung eines Wegenetzkonzeptes für Hallenberg

Auf dem Gebiet der Stadt Hallenberg besteht ein Wegenetz mit einer Gesamtlänge von über 650 Kilometern. Hiervon entfallen etwa 60 km auf innerörtliche Straßen. Bei dem übrigen Wegenetz handelt es sich vornehmlich um Wirtschafts-, Feld- und Forstwege im Außenbereich. Alleine 50 % des gesamten Gebietes der Stadt Hallenberg von über 65 km² besteht aus Waldflächen. Nach den in den letzten Jahren durchgeführten Flurbereinigungsverfahren befinden sich die vorhandenen Wege in einem vergleichsweise gutem Zustand. Die Stadt Hallenberg als mehrheitliche Eigentümern der Wege steht jedoch nun vor der Herausforderung, diese Wege für die Zukunft zu erhalten und zu unterhalten.

Die Stadt Hallenberg hat daher entschieden, im Rahmen der dargestellten ILE-Förderung ein Wegenetzkonzept zu erstellen. Am 23. Mai 2016 erhielt die Stadt Hallenberg von der Bezirksregierung Arnsberg im Rahmen eines genehmigten vorzeitigen Maßnahmenbeginns die Erlaubnis zur Erstellung eines solchen Konzeptes. Das Wegenetzkonzept ist noch im laufenden Jahr 2016 fertigzustellen.

Mit der Erstellung des Wegenetzkonzeptes wurde das Planungsbüro WAGU aus Kassel beauftragt. In einer ersten öffentlichen Kickoff-Veranstaltung am 29. Juni 2016 im Kump in Hallenberg informierte Herr Axel Sobirey vom Büro WAGU die interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Ziele und den Ablauf dieses Wegekonzeptes.

Die Gesamtwegelänge wurde einschließlich der zugehörigen und zu unterhaltenden Anlagen (Brücken, Gräben, Rigolen, Banketten, Furten und Windschutzhecken) im Rahmen einer umfänglichen Befahrung aufgenommen. Im Nachgang wurden die Wegeflächen entsprechend der einschlägigen Richtlinie kategorisiert sowie der Zustand der Wegeflächen bewertet und in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren auf Ortsebene aufbereitet.

Diese erhobenen Daten konnten während des Projektzeitraums durch Grundeigentümer oder sonstige Nutzer/Nutzungsberechtigte begutachtet werden, um etwaige Einwände gegen die dargestellten Kategorien einreichen zu können. Der sich daraus ergebende Planungstand wurde hierzu in einer Kartenübersicht ("Bestand" sowie "Planung") aufbereitet.

Abschlussbericht zum Wegenetzkonzept

Die Daten wurden anschließend in einem Geografischen Informations-System (GIS) erfasst, das den heutigen Zustand abbildet und aus dem ein Sollzustand erarbeitet wird. Dieser enthält konkrete Handlungsempfehlungen (z. B. Hoch- oder Herabstufung der Kategorie eines bestimmten Wegeabschnittes) sowie die Zuordnung einheitlicher Pflegestandards, d. h. nach Wichtigkeit und Beanspruchung differenzierter regelmäßiger Unterhaltungsmaßnahmen.

Die Ergebnisse wurden in einen Abschlussbericht eingearbeitet, der in der dem Stadtrat in der SItzung am 08.02.2017 durch das beauftragte Planungsbüro WAGU aus Kassel vorgestellt wurde. Mit Abschluss des Projektes steht eine Datenbank mit allen relevanten Informationen zum Hallenberger Wegenetz zur Verfügung. Ziel ist es nun, diese Daten kontinuierliche zu aktualisieren, um für die Stadt Hallenberg Planungs- und Kostensicherheit für den Erhalt eines zukunftsfähigen und nutzungsorientierten Wegenetzes in den nächsten Jahrzehnten zu gewährleisten.


Ihre Ansprechperson


Kunst, Volkhard

22 - Forst und Umwelt
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